Schuljahr 2014/15

Trotz ungebetener Gäste ein gelungener Landheimaufenthalt

Am Donnerstag, den 23. Juli, machten wir uns – bei herrlichem Wetter - ganz aufgeregt und neugierig zu Fuß auf den Weg nach Rotenberg. Fragen nach der Zimmerverteilung, unseren Mitbewohnern aus Malsch und einem eventuell in der Jugendherberge spukenden Schlossgespenst trieben uns an und verkürzten die Wanderzeit. Die erste Rast legten wir an einem Bauernhof ein, wo wir  Gänse, Ziegen, Schweine und Pferde besichtigten, und Nathalie sogar ein Pferd auf die Koppel führen durfte. Danach ging es an bunten Blumenwiesen und Stoppelfeldern vorbei bis zu unserem nächsten Rastplatz, einem Jägerstuhl. Dort oben lieferte sich Frau Trunk einen Kampf mit einer Wespe, den sie jedoch leider verlor und mit einem Stich mitten auf die Nase bezahlen musste. Nun hatte sie „die Nase voll“ und wir liefen ohne weitere Rast direkt zum Schloss. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, nahmen wir ein leckeres Mittagsmahl zu uns und erkundeten anschließend das Schloss und den umliegenden Wald, in dem man phantastisch spielen und Abenteuer erleben konnte. Da es immer heißer wurde, machten wir um drei Uhr ein Wasserspiel und anschließend absolvierten wir die Generalprobe für unser anstehendes Abschlussfest. Dann bastelten und malten wir noch eine Weile, bevor wir wieder hinaus auf den Fußball- und Basketballplatz durften. Um sechs machten die Jungs mit Unterstützung von Frau Engelbert das Grillfeuer an und als die Glut heiß genug war, grillten wir unsere Würstchen. Gerade als wir sie am Feuer verspeisen wollten, gesellte sich ungebeten eine Wespenschar zu uns, so dass wir mit unserem Essen in die sichere Burg flüchten mussten. Umso mehr Spaß hatten wir beim anschließenden Stockbrot grillen: Dieses lockte die Wespen nicht an, beflügelte jedoch umso mehr die Fantasie unserer Jungen. Anschließend machten wir ein anspruchsvolles Quiz, bei dem es süße Preise zu gewinnen gab, und um neun hatten einige von uns die Idee, noch einen zweiten Tanz für unser Abschlussfest einzuüben, was sie dann auch sofort in die Tat umsetzten. Obwohl sich unsere Lehrerin ab Mitternacht vor unseren Zimmertüren positionierte und damit manche unserer Pläne durchkreuzte, wurde die Nacht doch sehr kurzweilig. Wir mussten uns einfach noch sehr viel zuflüstern, und manche von uns wurden am nächsten Morgen schon um fünf  von Raubvogelgeschrei geweckt. Die Zeit bis zu unserem Aufbruch um halb elf verbrachten wir mit frühstücken, packen, putzen, aufräumen und im Wald. Auf dem Heimweg machte sich bei etlichen von uns der Schlafmangel bemerkbar,  und dieses Mal wurde zur Abwechslung Elias von einer wiederum ungebeten erscheinenden Wespe gestochen. Pünktlich um zwölf kamen wir an der Schule an, wo wir müde aber voller neuer Eindrücke und Erlebnisse von unseren Müttern in Empfang genommen wurden. Ein besonderer Dank gilt Frau Engelbert, die uns liebenswürdigerweise ehrenamtlich begleitete!

 

Nun können alle schwimmen!

Wie jedes Jahr fuhren seit März  die Tairnbacher Schüler der Klasse ¾ nach Rettigheim, um dort im Lehrschwimmbecken der Grundschule fleißig das Schwimmen zu üben. Sie trainierten Brust- und Rückenschwimmen, Kraulen und Tauchen. Auch auf die richtige Atmung und eine Verbesserung der Wasserlage wurde geachtet.

Doch dieses Jahr wurde unsere Sportlehrerin unterstützt von einer Studentin des Schwimmfix-Projektes der Manfred-Lautenschlägerstiftung. Ziel dieser Stiftung ist es, angesichts der alarmierend hohen Zahl von Nichtschwimmern unter den Grundschülern, eine verbesserte Schwimmfähigkeit der Kinder zu erreichen.  Dank des Schwimmfix-Projektes, das Dr. Manfred Lautenschläger in Kooperation mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg ins Leben gerufen hat, kam die Sportstudentin Annika Hennig aus Heidelberg zu uns in den Schwimmunterricht. Sie widmete sich besonders unseren Nichtschwimmern oder „wasserscheuen“ Schwimmern mit dem Erfolg, dass nun nach wenigen Wochen wirklich alle Kinder gut und sicher schwimmen können! Alle Dritt- und Viertklässler schafften schon die 50 Meter für das Sportabzeichen!  Vielen Dank für die Unterstützung!

Die Ampeln stehen auf Grün!

Die Verkehrserziehung für Klasse 3/4 hat begonnen. In der Schule bereiten wir uns schon fleißig auf den Fahrradführerschein vor, lernen Verkehrsregeln und Verkehrszeichen. Zusätzlich übt die Klasse an mehreren Terminen auf dem Fahrradübungsplatz der Verkehrspolizei in Wiesloch. Hier können die Kinder auf richtigen Fahrspuren, mit Ampeln und natürlich auch Gegenverkehr das Verhalten im Straßenverkehr mit dem Fahrrad trainieren. Denn auch das Anfahren und Abbiegen will gelernt sein.

Da ging uns ein Licht auf!

Im April haben wir bei der Stiftung TÜV Süd Kids einen Workshop zum Thema „Strom“ gebucht. Dazu besuchte Herr Steger die Klasse 3/4 und brachte eine Menge tolle Materialien mit. Dann ging es auch schon gleich los mit dem Workshop. Jeder Schüler durfte die Bauteile genau untersuchen und bekam sie erklärt. Aber was am Ende herauskommen sollte, wurde noch nicht verraten. Da gab es ein Brett mit einer Lochschablone, viele Reißnägel, einen Batteriestecker, ein LED-Lämpchen, einen Widerstand, zwei Büroklammern, eine 9 Volt Batterie und ein Gummiband. Herr Steger zeigte Schritt für Schritt wie man alles zusammen bauen musste, damit es am Ende auch funktioniert. Also wurde gehämmert, gesteckt und gebogen und am Ende die Funktion geprüft. Bei allen Schülern leuchtete die LED, als wir mit der Büroklammer den Stromkreis schlossen. Und fertig war das Stromprüfgerät! Jedes Gerät bekam natürlich eine „TÜV-Plakette“ und konnte gleich ausprobiert werden. Was leitet Strom und womit kann man noch den Stromkreis schließen? Mit einem Lineal, einem Bleistift, einer Schere oder sogar mit der eigenen Zunge? Ja, tatsächlich, die eigene Zunge – also die Spucke darauf – leitet Strom und bringt die LED zum Leuchten! Aber Vorsicht, das bitzelt ein wenig, wenn man die Zunge an den Kontakt hält. Da der TÜV sich um alle Sicherheitsfragen kümmert, erklärte Herr Steger uns noch, was es beim Umgang mit Strom zu beachten gibt. Vielen Dank für diesen sehr informativen und anschaulichen Workshop!

Gesundes Schulbrot mit leckeren Brotgesichtern

Die Unterrichtseinheit „Mein Körper und Ernährung“ beendete die Klasse 3/4 mit einem Selbstversuch: Können gesunde Sachen wirklich lecker sein? Einstimmige Antwort: JA! Dazu haben wir im Tairnbacher Dorfladen eingekauft und in der Schulküche ein tolles Frühstück gezaubert. Auf die schön gedeckte Tafel kamen Gemüseplatten und Vollkornbrote mit selbstgemachtem Kräuterquark. Und da Essen auch Spaß machen soll, haben wir lustige Brotgesichter gemacht. Dekoriert wurden die Brote mit Gemüse und frischer Kresse. Am Ende war absolut nichts mehr übrig, weil es auch den „Gemüse- und Brotmuffeln“ ausnahmslos gut geschmeckt hat.

Albrecht Dürers  Rhinozeros und (m)ein Monogramm – Ein Projekt

In einem fächerübergreifenden Projekt beschäftigte sich die Klasse 3/4 mit dem Künstler und Altmeister Albrecht Dürer sowie mit der modernen Kunsttechnik der grafischen Muster. Zunächst lernten die Schüler einige Beispiel-Muster kennen, mit denen man leere Formen ausfüllen kann: Streifen, Kacheln, Karos, Wellen usw. Die dazugehörige Technik nennt sich „Doodle Tangle“ und bedeutet eigentlich „Kritzelwirrwarr“. Aus den sich fortführenden Mustern und grafischen Kritzeleien entstehen ganz unterschiedliche optische Effekte. Gemalt wird mit einem schwarzen, feinen Filzstift. Konzentration braucht man auch, um sich ganz in ein Muster zu versenken, ganz am logischen Verstand vorbei, aber dabei voll aufmerksam. Das taten die Schüler auch, teilweise mit Entspannungsmusik unterlegt. Und so konnte man oft in all der Stille nur noch die Stifte im Klassenzimmer kreisen hören. Dann lernten wir etwas über das Leben und Werk des Künstlers Albrecht Dürer, der im Mittelalter schon als junger Mann mit erstaunlicher Genauigkeit zeichnete und malte. Wir nahmen die Umrisse seines berühmten Bildes eines Rhinozeros von 1515 und füllten diese Form neu aus mit unseren eigenen, fantasievollen Mustern. Da Albrecht Dürer der erste Künstler war, der seine Bilder mit einem selbst gestalteten Monogramm versah, erfanden die Schüler auch ein eigenes aus Vor- und Nachname, auf das sie dann ihr Rhinozeros stellten. Im Deutschunterricht gestalteten die Schüler dazu am PC noch kleine Wissensposter zu Albrecht Dürer, die nun im Schulflur für alle in einer Ausstellung nachzulesen und anzuschauen sind.

Aktion „Start ins Grün 2015“

Der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband e.V. möchte mit der Aktion „Start ins Grün“ auch in diesem Jahr die nachhaltige Entwicklung durch Bildung fördern. Dazu können sich die 3. Klassen bei den teilnehmenden Raiffeisenmärkten ein kostenloses Lernpaket abholen und praktische Nachhaltigkeit im Unterricht erleben. Auch unsere jahrgangsgemischte Klasse 3/4 hat vom ZG Raiffeisenmarkt in Wiesloch solch ein tolles Paket bekommen, bestehend aus einem Sack Anzuchterde, Sämereien, Töpfen, einem Zimmergewächshaus und vielem mehr. Zum Start der Gartensaison haben wir gleich damit losgelegt. Jeder Schüler hat in kleinen Töpfen Kräutersamen ausgesät. Wir haben gelernt, dass es Samen gibt, die lieber auf der Erde (Lichtkeimer) oder unter der Erde (Dunkelkeimer) keimen. Nun muss die Aussaat geduldig gepflegt und beobachtet werden. Wir sind gespannt, wann sich die ersten Keimlinge von Kresse, Basilikum, Schnittlauch und Petersilie zeigen werden und wann wir welche Kräuter ernten können. Mit der Ernte wollen wir dann einen leckeren Kräuterquark zu unserem Thema „Gesundes Schulbrot“ machen.

Aktion „Lesekoffer“

Die Klasse 3/4 hat von Dezember 2014 bis Januar 2015 an der Aktion „Lesekoffer“ teilgenommen. Hierbei werden von der Buchhandlung Eulenspiegel und der Stadtbibliothek Wiesloch 60 Kinderbücher für Grundschulklassen leihweise zur Verfügung gestellt. Das Besondere daran ist, dass sich die teilnehmenden Schulklassen dabei auch kennen lernen können. Denn die mit den Büchern gefüllten Koffer werden von einer Klasse an die nächste persönlich in der Stadtbibliothek übergeben. So erhielten wir im Dezember die Lesekoffer von einer 3. Klasse der Schillerschule Wiesloch, die extra für uns eine Buchvorstellung und einen tollen Becher-Rap vorbereitet hatte. Danach durften wir die Lesekoffer mit an unsere Schule nehmen und auspacken. Wir waren ganz erstaunt wie viele verschiedene Bücher in den zwei Koffern waren. Es gab Sachbücher, Krimis, Franz-Geschichten, Olchi-Abenteuer, Pferdegeschichten und vieles mehr. Für jeden Geschmack war etwas dabei und die Kinder fingen sofort an zu lesen. Einige Lieblingsbücher wurden von den Kindern im Unterricht in Buchpräsentationen vorgestellt. Im Januar mussten wir die Koffer leider wieder packen und in der Stadtbibliothek an die nächste Klasse weitergeben. Natürlich hatten wir auch ein kleines Programm zur Übergabe einstudiert: mit Buchvorstellungen, dem „Hexeneinmaleins-Rap“ und „olchigen Flüchen“. Alle Kinder hatten aus dem Wort „LESEKOFFER“ ein Akrostichon gemalt und passende Sätze dazu ausgedacht. Schließlich bekam die Stadtbibliothek noch ein Poster geschenkt zur Erinnerung an die Klasse 3/4 mit dem Lesekoffer. Für die nächste Klasse hatten wir außerdem lustige Lesezeichen-Gespenster gebastelt.

Knobelparcours an der Grundschule Tairnbach

Im Januar bekamen die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Tairnbach Besuch vom Leonardo da Vinci Gymnasium Neckargemünd. Die dort tätige Lehrerin Frau Keuchel brachte einen interessanten Knobelparcours mit, den die Schüler gemeinsam oder auch allein durchlaufen durften. So konnten sie beispielsweise Tangrams oder Dominos legen, Logicals, Sudokus und Streichholzrätsel lösen, sich an magischen Dreiecken versuchen, Somawürfel zusammensetzen und andere Würfelprobleme knacken. Besonderen Anklang fanden die magnetischen Stäbe und Kugeln, aus denen die Kinder geometrische Figuren bauen oder mit Plastikteilen Polydrons stecken konnten. Vielen Dank nochmals nach Neckargemünd für diese beiden anschaulichen, spannenden und lehrreichen Mathematikstunden!