Schuljahr 2015/16

Lesenacht 2016

 

Am Freitag, 15.7.2016 traf sich die Klasse 3/4 mit Frau Hofstetter und Frau Faulhaber um 18 Uhr in der Schule zur Lesenacht. Schwer bepackt, brachte jeder seine Schlafsachen, Matratzen und Schlafsäcke ins Klassenzimmer. Nachdem die Schlafplätze gerichtet waren, spielten alle noch im Schulhof, denn es war ja angenehmes Wetter. Um 19 Uhr brachte Frau Besse für alle Kinder Pizza in die Schule, die schnell verschlungen wurde. Wir danken der Pizzeria Fredo aus Rauenberg und dem Freundeskreis der Grundschule Tairnbach, die dies möglich gemacht haben! Gut gestärkt konnten wir nun die Schnitzeljagd durch das Schulhaus beginnen, Jungen gegen Mädchen. An verschiedenen Stationen hatte Frau Hofstetter zuvor Hinweise versteckt. Es musste in bestimmten Büchern aus unserer Schulbücherei gesucht oder Treppenstufen gezählt und auch im Internet recherchiert werden, um zum Lösungswort zu gelangen. Denn nur dann öffnete sich die Schatzkiste mit der Klassenlektüre für alle: „Tim und das Geheimnis von Knolle Murphy“. Wir begannen gleich im Lesekreis zu lesen und mussten bereits im ersten Kapitel sehr lachen. Wir bastelten Lesezeichen und waren dann schon etwas müde. Aber wir wollten ja unbedingt noch draußen in der Nacht unsere Taschenlampen ausprobieren. Also machten wir gegen 22.30 Uhr noch einen kleinen Nachtspaziergang. Um Mitternacht schlug unser Gong dann zur Geisterstunde, und nach einer kurzen Geistergeschichte wurde das Licht ausgemacht. Natürlich konnte nicht jeder gleich einschlafen und die Nacht war doch recht kurz. Um 7.30 Uhr holten die Viertklässler am nächsten Morgen Brötchen im Dorfladen, während die anderen das Frühstück richteten. Um 9 Uhr verabschiedeten wir uns etwas müde nach einer gelungenen Lesenacht.

 

Gehämmert, geklebt, gesägt, geschraubt und … es rollt!

Im Fach Mensch Natur Kultur haben die Dritt- und Viertklässler selbstkonstruierte Räderfahrzeuge gebaut. Dazu haben wir zunächst Alltagsmaterialien wie Verpackungen, Kartons, Styroporteile, runde Deckel usw. gesammelt, um damit verschiedenste Fahrzeuge zu bauen. Das Räderfahrzeug sollte natürlich ein paar Kriterien erfüllen, um nach der Bau- und Testphase eine kleine Rampe geradeaus herunterrollen zu können und die TüV-Prüfung zu bestehen. Alle Räder sollten sich dabei möglichst gleichmäßig drehen und das Fahrzeug gut tragen. Im Vorfeld haben wir uns die Geschichte des Rades und verschiedene Achsenformen (starre und bewegliche) angesehen. Den meisten Kindern fiel es dann leichter, mit den vorhandenen Materialien und Werkzeugen bewegliche Achsen für ihr Fahrzeug zu bauen. Dabei sind die Räder fest an einer Achse befestigt, und die Achse dreht sich in einer Führung unterm Fahrzeug. Hierfür eigneten sich Trinkhalme und Holzspieße hervorragend. Natürlich gab es einige Roll-Misserfolge, viele fantasievolle Umbauten und noch mehr Tipps von Mitschülern, die sich gegenseitig halfen. Denn es ist noch kein Baumeister vom Himmel gefallen, und die selbständige Problemlösung sollte hier im Vordergrund stehen. Schließlich sind alle Fahrzeuge durch den TüV gekommen, und die stolzen Fahrzeughalter erhielten ihre Urkunde.

MINT-Parcours an unserer Schule

„MINT“-Workshop, unter diesem rätselhaften Namen hatte Frau Keuchel vom Leonardo-da-Vinci-Gymnasium in Neckargemünd ihren Workshop angekündigt, den sie am Donnerstag, den 22.04., mit den Schülern der Klasse3/4 bei uns durchführte. Wir erfuhren dann von ihr, dass der Name MINT die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ist, und darin begründet liegt, dass das Leonardo-da-Vinci-Gymnasium ein MINT-Gymnasium ist.

Der Parcours, den sie uns bot, war sehr motivierend und begeisterte alle – selbst die Viertklässler, da er im Vergleich zum Vorjahr verändert und um eine Experimentierecke erweitert worden war. Diese bestand aus fünf Stationen, an denen die Kinder Experimente zum Brückenbau und Magnetismus durchführen konnten; oder sie erforschten die Fahreigenschaften eines selbstgebauten Fahrzeugs und fanden heraus, wie Zahnräder zusammenarbeiten.

Der mathematische Knobelbereich umfasste 13 Stationen, davon seien nur Pentominorätsel, Sudokus, geometrische Konstruktionen, Tangrams und Logicals, also das logische Kombinieren für kleine Detektive beispielhaft genannt.

Interessant an diesem Parcours war, dass die Schüler hier mal eine ganz andere Mathematik geboten bekamen. Es gab nichts zum Schreiben, wenig Zahlen, stattdessen lief hier das mathematisch-naturwissenschaftliche Lernen und Denken über das Entdecken und "Begreifen" d.h. das Anfassen ab. Dadurch entstand ein breites, differenziertes Angebot für alle Leistungsniveaus, für jeden war etwas dabei. So wollten die Schüler nach zwei Unterrichtsstunden kaum glauben wollten, dass die Zeit schon um war.

Wir danken Frau Keuchel sehr herzlich für diesen spannenden und kurzweiligen Parcours! Für naturwissenschaftlich oder mathematisch interessierte Grundschüler bietet das Leonardo-da-Vinci-Gymnasium fortlaufend entsprechende workshops und AG´s in Neckargemünd an.

Das ist ja wie in der Steinzeit!

 

Seit wann gibt es schon Menschen? Welche Tiere lebten in der Eiszeit? Was ist eigentlich die Steinzeit? Diese und noch weitere Fragen beschäftigten die Klasse 3/4 in der Unterrichtseinheit „Steinzeit“. Wir lernten die Entstehungsgeschichte des Menschen kennen und versuchten uns die sehr großen Zeitspannen in der Erd- und Menschheitsgeschichte mithilfe eines Zeitbandes vorzustellen. Auch die Eiszeittiere wie Mammut, Säbelzahntiger und Riesenhirsch schauten wir uns mit Steckbriefen genauer an. Ein Mammut hätte mit einer Schulterhöhe von etwa 3,5 Metern kaum in unseren Klassenraum gepasst. Das haben wir mit dem Metermaß nachgemessen. Ebenso erschreckend muss es für die damals vor etwa 40.000 Jahren lebenden Steinzeitmenschen gewesen sein, wenn so eine Herde von Mammuts in der Nähe war oder auch gejagt wurde. Dazu dachten sich die Schüler spannende Jagdgeschichten aus. Schließlich versuchten wir uns noch in der Kunst der Höhlenmalerei, wie die Menschen vor über 30.000 Jahren. Sie malten vor allem Tiere und hinterließen uns teilweise ihre Handabdrücke. Zunächst fertigten die Schüler selbst verschiedene Pinsel aus Stöcken, Rosshaar und Gräsern. Das war gar nicht so einfach. Jeder Schüler bemalte dann eine Pappe mit Steinkohlestücken und trug Pigment-Farbe mit dem Steinzeitpinsel auf. Auf der Rückseite hinterließ natürlich jeder Schüler auch sein Hand-Negativ. Das Steinzeitbild bekam am Ende noch einen Naturrahmen aus Stöcken. Hier waren geschickte Finger zum Knoten und Binden gefragt. Wie der Mensch dann vor etwa 5.000 Jahren vom Umherwandern und Leben in Höhlen oder Zelten zu einem Leben in festen Hütten und Dörfern kam, schauten wir uns in verschiedenen Filmen über die Jungsteinzeit an. Da begann nämlich das Zeitalter des Ackerbaus und des Handels mit Waren.

 

Aktion „Lesekoffer“ 2015/16

So schnell ging die Zeit mit dem Lesekoffer vorbei. Im November holte die Klasse 3/4 die 60 Bücher in der Bibliothek Wiesloch ab. So hatte die Klasse für ein paar Wochen genügend „Schmökerstoff“, den viele Kinder auch über die Weihnachtsferien nutzten. Nach den Ferien wurden die Lesetagebücher vorgestellt, und es stellte sich heraus, dass die meisten Kinder gerne gemütlich im Bett lesen. Im Januar mussten wir die Lesekoffer der nächsten Klasse übergeben. Dazu fuhren wir wieder mit dem Bus in die Bibliothek Wiesloch und führten der anderen Klasse ein kleines Programm vor, mit einem „Lesekoffer-Akrostichon“, einer Buchvorstellung und selbstgebastelten Lesezeichen als Geschenk. Außerdem hatten sich zwei Kinder noch ganz neue Olchi-Geschichten ausgedacht und präsentierten ihre Ideen in einem kleinen szenischen Spiel. Die „Olchi-Kinder“ wunderten sich hier sehr, dass neue Geschichten über sie ausgedacht wurden und freuten sich schon darauf, diese neuen Bücher hoffentlich bald mal in einer Bücherei anzuknabbern … äh… ausleihen zu dürfen.

Achtung Baustelle im Klassenzimmer!

Es gibt viel zu tun…auf der Wortarten-Baustelle. Im Fach Deutsch haben wir uns mit unserem neuen Freiarbeitsmaterial beschäftigt: lauter Bauklötze, die rundherum mit Wörtern aus dem Grundschulwortschatz beschriftet sind, alles in zweifarbigen Silben. Nomen in allen vier Fällen, Adjektive und Verben sind sowieso dabei, aber auch Bindewörter, Pronomen und Präpositionen. So können richtige (Quatsch-) Sätze gebaut werden oder auch Verben-Schlösser und Adjektiv-Straßen. Das Material lässt uns viel Raum zum Üben, Sortieren und Ausprobieren mit den Wortarten. Wer sammelt am schnellsten alle Nomen? Oder wer kann alle Steigerungsformen eines Adjektivs finden? In den Regenpausen oder während der Freiarbeit wird jetzt fleißig gebaut.

Fröhliche Kürbiszeit

Die Schüler der Klasse 3/4 haben sich im Oktober fächerübergreifend mit dem Thema „Kürbis“ beschäftigt. Dazu informierten sie sich an verschiedenen Lerntheken über die Kürbispflanze. Wir haben auch die Geschichte von Jack o’Lantern (Jack mit der Laterne) gelesen, der als Betrüger und Taugenichts versuchte den Teufel auszutricksen und schließlich am Ende seines Lebens nirgends mehr aufgenommen wurde – weder im Himmel, noch in der Hölle. Seither geistert Jack in der Nacht des 31. Oktober als ruhelose Seele mit seiner Kürbis-Laterne zwischen den Welten und ist die Legende zum Halloween-Fest. Ihre Lernergebnisse haben die Schüler dann in einem „Lapbook“ kreativ festgehalten. Das ist ein selbst gestaltetes Pappbuch zu einem Thema, in das die Arbeitsergebnisse als Klapp- oder Faltmotive geklebt und dann ausgestellt werden.

 

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