Kischu

Bildungskooperation

Ev. Kindergarten Senfkorn-

Grundschule Tairnbach



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Kooperation Kindergarten- Schule
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Kooperation

Aus der gemeinsamen Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums und des Sozialministeriums über die Kooperation zwischen Tageseinrichtungen für Kinder und Grundschulen(VwV Kooperation Kindertageseinrichtung- Grundschule/14. Februar 2002) ergibt sich die Verpflichtung zu einer kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Schule und Tageseinrichtungen. Der Kooperation zwischen Grundschule und Kindergarten kommt demnach ein ganz besonderer Stellenwert zu. Kindergarten und Schule stehen in gemeinsamer Verantwortung für die Gestaltung der Übergangsphase im Bildungssystem. Sie unterscheiden sich nur darin, dass sie die Kinder in verschiedenen Entwicklungsphasen begleiten und unterstützen. Durch mehrere gemeinsam geplante Projekt werden persönliche Kontakte, Anteilnahme und Freundschaften als Basis für Entwicklungs- und Lernfortschritte geschaffen. Durch die gemeinsame Arbeit während des Projekts werden Berührungsängste abgebaut und der spätere Übergang in die Grundschule erleichtert.

Die bereits regelmäßig stattfindende Kooperation zwischen der Grundschule Tairnbach und dem Kindergarten Senfkorn soll ab dem Schuljahr 2009/2010 schrittweise intensiviert werden.

Unter dem Namen „Bildungskooperation Ev.Kindergarten Senfkorn- Grundschule Tairnbach- KiSchu“ wurden Bereiche festgelegt, in denen sich die Grundschule Tairnbach mit dem Kindergarten Senfkorn verzahnen will.

 

Wöchentliche Besuche der Kooperationslehrerin im Kindergarten

Die Kooperationslehrerin besucht an einem Tag in der Woche die zukünftigen Schulkinder für ca. eine Schulstunde.

Zu Beginn des Schuljahres ist noch nicht immer klar ist, welche Kinder im darauffolgenden Schuljahr die Schule besuchen werden.

Bei den sogenannten „Kann- Kindern“ ist zu diesem Zeitpunkt (September) noch nicht eindeutig, wie sich der Entwicklungsstand in einem Jahr darstellen wird. Gerade im Alter zwischen 4 und 6 kann sich innerhalb eines Jahres sehr viel verändern.

Der Begriff „Schulanfänger“ ist also problematisch. Sollte am Ende des Jahres ein Kind doch nicht zur Schule gehen, hat aber schon an den Treffen mit der Kooperationslehrerin teilgenommen, könnte sich das negativ auf die Motivation des Kindes auswirken.

Aus diesem Grund haben wir beschlossen, der Gruppe einen anderen Namen zu geben oder sogar die Kinder zu fragen, wie sie ihre Gruppe nennen wollen. Es sind auch Kinder willkommen, bei denen noch nicht klar ist, ob sie nun in die Schule gehen. Somit wird der Druck von Kindern und Eltern genommen, sich zu früh festlegen zu müssen. Nun haben wir auch seit November 2012 einen Namen gefunden: KiSchu- Team.

 

 

Zeitlicher Ablauf des Kooperationsjahres

Im September, also zu Beginn des Schuljahres finden Planungsgespräche zwischen Kooperationslehrerin und Erzieherinnen statt. Es werden Ideen gesammelt, über die Anzahle der Kinder gesprochen und Termine abgeklärt.

Relativ zeitnah, meist im Oktober findet ein erster Informationsabend im Kindergarten statt, zu dem die Eltern aller im kommenden Jahr schulpflichtigen Kinder, aber auch der „Kann-Kinder“ eingeladen werden.

An diesem Abend werden Informationen zum Thema „Schulfähigkeit“ gegeben, die Arbeit der Kooperationslehrerin mit den Kindern wird vorgestellt und erläutert.

Die Eltern geben schriftlich ihr Einverständnis, dass im Rahmen der Kooperation von Kindertageseinrichtung und Grundschule die Erzieher/innen, Lehrer/innen und die Schulleitung hinsichtlich der Einschulung des Kindes gemeinsam beraten.

Nach diesem Informationsabend starten die wöchentlichen Treffen im Kindergarten.

Gemeinsame Elterngespräche finden bei Bedarf statt.

Kooperationslehrerin und Erzieherinnen tauschen sich regelmäßig über Eindrücke und gewonnene Erkenntnisse über die Kinder aus.

Ergebnisse der Untersuchungen durch das Gesundheitsamt werden gegebenenfalls hinzugezogen.

Meist im März/ April findet die Schulanmeldung statt.

Im Juli besucht das KiSchu- Team an einem Vormittag die Schule zu einer sogenannten „Schnupperstunde“. Die Kinder erleben eine richtige Unterrichtsstunde gemeinsam mit der ersten Klasse- wobei auf die verschiedenen Lernausgangslagen der Kindergartenkinder und Schulkinder geachtet wird. Zudem haben sie Gelegenheit, in der Hofpause draußen mit den Grundschulkindern zu spielen.

Im Juni /Juli findet ein zweiter Informationsabend in der Schule statt. Nachdem die Entscheidung gefallen ist, welche Kinder zur Schule gehen, geht es hier eher um organisatorische Angelegenheiten. z. B. Ausgabe der Materialliste, Infos über die Fächer, Termine)

Das KiSchu- Team bekommt einen Brief des /der zukünftigen Klassenlehrers /Klassenlehrerin mit, in dem die Kinder zur Einschulungsfeier eingeladen werden. Um die Wartezeit bis zur Einschulung zu verkürzen erhalten die Kinder einen kleinen „Kalender“. Hier können sie Tag für Tag Felder anmalen bis zu ihrem „Großen Tag“.

Am Ende des Kooperationsjahres findet im Kindergarten eine „Schulranzen- Party“ statt. Hier werden die Schulranzen, Mäppchen, Sportbeutel stolz präsentiert.

 

Arbeitsmaterial

1.Übungsprogramm: Wuppis Abenteuerreise durch das phonologische Bewusstsein

(Christiane Christiansen /Finken Verlag – Stiftung Lesen)

Dieses Übungsprogramm enthält Material, um theoretisch täglich mit den Kindern zu üben. Es ist aber ebenso gut möglich, aus den Übungsgruppen einzelne Teile für die wöchentliche Arbeit herauszunehmen.

Die Handpuppe „Wuppi“ begleitet die Kinder durch das Kooperationsjahr, ist guter Freund, Identifikationsfigur und sucht immer wieder deren Hilfe. Er erlebt mit den Kindern viele Abenteuer und hört Geschichten, in denen er Aufgaben zur phonologischen Bewussheit (Fähigkeit, Einsicht in den lautlichen Aufbau der Sprache zu gewinnen) lösen muss.

Das „Ohrentraining“ beginnt mit der Förderung der phonologischen Bewusstheit im weiteren Sinne -Lauschen, Hinhören, Reimen, Silbenerkennen und setzt sich fort mit den Übungen zur phonologischen Bewusstheit im engeren Sinn- Analyse und Synthese von Lauten. Als Belohnung malen die Kinder für jede erledigte Aufgabe ein kleines Bildchen in einem Ohrenpass an. Am Ende des Kooperationsjahres werden dann alle zu Ohrenkönigen ernannt und erhalten eine Urkunde.

 

2. Diverses Übungsmaterial

In zusätzlichen Übungen geht es um die Festigung der Händigkeit und Koordination, simultanes Erfassen von Mengen, Beurteilung von Seitigkeit und Raumlage, Verbesserung von Artikulation und Sprachgedächtnis, sowie die soziale Integration in die Gruppe.