Schuljahr 23-24

Zu Besuch im Feuerwehrhaus

 

„Hallo, hier ist Leni. Es brennt ein Mülleimer in der Krakaustraße in Wiesloch!“, spricht eine mutige Viertklässlerin aufgeregt ins Telefon und setzt damit einen Notruf unter der Nummer 112 ab. Die Notrufzentrale in Heidelberg ist am anderen Ende der Leitung und stellt noch ein paar Fragen. Leni bleibt am Telefon, bis ihr gesagt wird, dass sie jetzt auflegen kann und auf die Feuerwehr warten soll. Natürlich war das nur ein Probeanruf, den die Tairnbacher Feuerwehr vorher abgesprochen hat. Denn die Klasse 3/4 ist zur Brandschutzerziehung ins Tairnbacher Feuerwehrhaus eingeladen worden, um etwas über die Aufgaben der Feuerwehr und den Brandschutz zu erfahren. Herr Becker, Frau Bender, Herr Hellrigel und Herr Maier haben sich extra Zeit genommen, zeigen Feuerexperimente, erklären das richtige Verhalten im Brandfall und die Ausrüstung der Feuerwehr. Vielen Dank dafür! Denn wo lässt es sich leichter lernen als vor Ort. Im Sachunterricht in der Schule wird natürlich auch noch zum Thema Feuer weitergearbeitet. 


Heute schon Müll gekauft?
Ja, tatsächlich kaufen wir täglich Müll mit all den Verpackungen, Tüten, Dosen und Getränkeflaschen. Deutschland ist Meister bei der jährlichen Müllproduktion, mit über 300kg Müll pro Person. Die Kinder der Klasse 3/4 haben für die Projekteinheit mit Frau Schröer von der KliBA (Klimaschutz- und Beratungsagentur) auch Müll von zuhause mitgebracht, jeder nur ein paar Teile, trotzdem entstand ein beachtlicher Müllberg im Klassenzimmer. Der Müll wurde sortiert, um später recycelt zu werden. "Dann kommt das Müllauto und der Müll ist weg." Alles schön und gut. Aber da beginnt das Müllproblem ja erst. Damit nicht so viel Müll verbrannt, gelagert oder ins Ausland abtransportiert werden muss und am besten dabei auch kein Müll im Meer landet, wäre es am besten, Müll zu vermeiden. Dazu erarbeiteten die SchülerInnen an Stationen einige Ideen. Ein Einkaufsbeutel statt Tüte, eine Mehrwegflasche und das regionale Obst ohne Plastikverpackung helfen Müll zu vermeiden und das Klima zu schonen. Denn ist eine Plastikverpackung einmal produziert, bleibt sie für die nächsten Jahrhunderte in unserer Umwelt. 


Wir sparen CO2
Elterntaxis sind OUT. Fahrrad fahren mit eigener Muskelkraft ist IN. Seit die SchülerInnen von Klasse 3/4 den Fahrradführerschein haben, kommen sie eifrig mit dem Rad zur Schule.

 

 

Ein richtiger Fahrradständer wäre jetzt noch toll.  Aber den wird es erfreulicherweise am neu geplanten Schulgebäude geben.


Fahrradtraining in Wiesloch

 

 Das Radfahrtraining hat begonnen

Klasse 3 und 4 startete mit der Radfahrausbildung auf dem Übungsplatz in Wiesloch. Trotz Regenwetter absolvierten die Kinder mit Herrn Hassfeld von der Jugendverkehrsschule erste Übungen zu Vorfahrtsregeln und Hindernisse umfahren. Dabei merkten die Kinder gleich den Unterschied zur Theorie. Es ist viel schwieriger, gleichzeitig Fahrrad zu fahren und sich auf die Verkehrsregeln zu konzentrieren, sich dabei umschauen und Handzeichen zu geben.

 

Let's make a sandwich

Englischstunde in Klasse 4 mal anders:

Unser Thema "Let' s make a sandwich" bot sich geradezu an, die Vokabeln mal ganz praktisch zu lernen....bzw. zu essen.

Mit großem Eifer bereiteten die Vierer die leckeren Zutaten vor. 

 

So konnte jeder nach eigenem Geschmack ein leckeres Sandwich belegen und natürlich auch verspeisen. Yummy! Yummy!


Berlin hat geantwortet

 

Im Oktober 2023 hatten die Kinder der Klasse 3/4 Postkarten zum Thema Kinderrechte zusammen mit einem Brief an die Bundesfamilienministerin, Frau Lisa Paus, nach Berlin geschickt. Tatsächlich kam noch vor Weihnachten eine Antwort mit vielen Grüßen zurück. Das Büro von Frau Paus bedankte sich im Auftrag der Ministerin, in einem persönlichen Brief für die schönen Postkarten der Kinder und deren Einsatz für die Kinderrechte. Frau Pausʼ Büro schrieb noch eine Erklärung zu der Frage, wann denn die Kinderrechte endlich auch ins Grundgesetz kommen. Im Jahr 2022 hatte sich das Familienministerium schon einmal dafür eingesetzt, aber leider hatte das nicht geklappt, da sich so viele Personen darüber einigen müssen, was genau ins Grundgesetz geschrieben wird. Jedenfalls steckt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „den Kopf nicht in den Sand“ und versucht es weiter, damit das Wohl der Kinder immer berücksichtigt wird, die Kinder beteiligt werden, die Kinder geschützt werden und sie das Recht haben, sich zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit zu entwickeln. So wünscht es sich auch das Familienministerium. Und da können wir aus Tairnbach nur zustimmen. 


Lautlese-Tandems

Auszug aus  BISS Broschüre Lautlesetandems: Gemeinsam fit im Lesen Lautlese-Tandems im Schulunterricht

„Lautlese-Tandems gehören zu den Lautleseverfahren. Anders als das stille Lesen erfordert das laute Vorlesen Genauigkeit. Die weiteren Vorteile: Lautlesen fördert die Lesegeläufigkeit, das automatische Erkennen der Wörter und die Lesegeschwindigkeit. Das Lautlese-Tandem ist ein erfolgreich erprobtes und besonders gut erforschtes Lautleseverfahren. Daneben gibt es weitere Lautlesemethoden, zum Beispiel das „Unterstützte Lesen“. Dabei lesen zwei Lesepartnerinnen oder -partner sich abwechselnd laut vor, bis jemand einen Fehler macht. Beim „Echo-Lesen“ wiederholt die Schülerin oder der Schüler zeitlich verzögert einen gerade von Partnerin oder Partner vorgelesenen Satz. Bei einer weiteren Variante liest ein Kind laut vor und setzt an einer bestimmten Stelle aus. Dann übernimmt die Partnerin oder der Partner.“

Quelle: BISS Broschüre Lautlesetandems: Gemeinsam fit im Lesen Lautlese-Tandems im Schulunterricht

Wir probieren im Moment unterschiedliche Kombinationen von Klassen aus, die in den wöchentlichen Lesebändern gemeinsam lesen: Kl.1+2, Kl. 2+4, Kl.1+3.....

 


Vorlesen geht immer
Heute besuchte uns in der dritten Klasse Frau Beßler, die nicht nur Mutter eines Schülers ist, sondern auch Vorleserin. Anlässlich des bundesweiten Vorlesetages hatte sie sich freundlicherweise bereit erklärt, den Kindern etwas vorzulesen. Mitgebracht hatte sie ein lustiges Buch über eine Spinne und eine Stubenfliege, die eigentlich niemals Freunde sein können, dann aber doch die tollsten Abenteuer zusammen erleben. Vielen Dank an Frau Beßler, die sich extra Zeit genommen hat. Denn Erwachsene sind wichtige Vorbilder, was das Lesen betrifft. Und auch im Grundschulalter genießen die Kinder das Vorlesen noch sehr und profitieren enorm davon. Also, schnapp dir ein Buch und lies jemandem vor, egal ob groß oder klein! Jeder kann dabei sein.


Brief an die Bundesfamilienministerin

Sehr geehrte Frau Paus,

wir sind die Klasse 3 und 4 von der Grundschule Tairnbach. Wir schicken Ihnen Postkarten zum Thema Kinderrechte, die wir gestaltet haben, um damit an die Kinderrechte zu erinnern. Wir wünschen uns, dass die Kinderrechte ins Grundgesetz kommen. Im Unterricht haben wir uns nämlich mit dem Thema beschäftigt und uns auch auf der Internetseite www.kinder-ministerium.de informiert. Gerne dürfen Sie auch anderen die Postkarten zeigen, und vielleicht findet sich ein Platz im Ministerium dafür.

Wir würden uns über eine Antwort von Ihnen freuen, ob es etwas Neues zu den Kinderrechten in Deutschland gibt.

Vielen Dank für Ihre Arbeit und viele Grüße

Klasse 3 und 4
und Nadine Hofstetter (Klassenlehrerin)

Diesen Brief hat die Klasse 3/4 im November mitsamt der Postkarten nach Berlin geschickt und hofft nun auf eine Antwort der Ministerin, ganz im Sinne des Kinderrechts auf „Information und Beteiligung“. Damit sich Kinder später vielleicht auch als junge Erwachsene mal ganz selbstverständlich an Politik und Demokratie beteiligen.

Wir verwenden kostenlose Fotos von Pixabay

Wir nutzen kostenlose Bilder von Bilderkiste. de